| Galaktographie |
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Bei der Galaktografie handelt es sich um eine Ergänzungsuntersuchung zur Mammographie. |
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Man versteht unter Galaktographie eine spezielle Untersuchung des Milchgangsystems. Durch Injektion eines wasserlöslichen Kontrastmittels kann das zu einem sondierten Ausführungsgang gehörige Milchgangsystem mammographisch dargestellt werden. |
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Voraussetzung für die Galaktographie ist eine krankhafte Sekretion aus der Brustwarze, die es erst ermöglicht, die Öffnung eines Ausführungsgangs an der Brustwarze zu erkennen. |
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In die Brustwarze münden 20 bis 30 Hauptmilchgänge. Liegt eine pathologische Sekretion aus einem oder mehreren Milchgängen vor, dient die Galaktographie der gezielten weiteren Abklärung dieses Befundes. Die Sekretion ermöglicht es erst, die Öffnung des zu untersuchenden Ausführungsganges zu erkennen. |
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Indikationen für eine Galaktographie sind: |
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einseitige spontane, nicht milchige Sekretion aus einem oder mehreren Milchgängen |
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blutige Sekretion |
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wenn die mikroskopische Untersuchung des Abstriches verdächtige Zellen ergeben hat |
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Bei akuten entzündlichen Prozessen sollte keine Milchgangdarstellung (Galaktographie) durchgeführt werden, da diese zu einer Verschlimmerung der Symptome führen kann. |
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Die Sekretion kann verursacht sein durch chronisch-entzündliche Prozesse, ein Papillom (gutartige Geschwulst) bzw. eine Papillomatose (mehrere Papillome) oder seltener durch eine Brustkrebserkrankung. |
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Die Milchgangdarstellung ist nicht erforderlich bei milchiger Sekretion außerhalb von Schwangerschaft und Stillzeit, da als Ursache hier meist hormonelle Störungen vorliegen.
Auch bei der beidseitigen, nicht-milchigen Sekretion mit unauffälliger Abstrichzytologie ist die Milchgangdarstellung nicht angezeigt. |