Die Kernspintomographie, auch Magnetresonanztomographie (MRT), ist ein hochmodernes Untersuchungsverfahren der bildgebenden Diagnostik. Es liefert eine große Zahl Schichtaufnahmen von nahezu allen Körperregionen in beliebigen Raumebenen mit optimalem Weichteilkontrast.
Die Kernspintomographie arbeitet nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit einem starken, für den Menschen jedoch völlig ungefährlichen Magnetfeld sowie mit Radiowellen.
Das wichtigste Element eines jeden Kernspintomographen ist ein supraleitender Magnet. Er wiegt mehrere Tonnen und wird meist mit flüssigem Helium gekühlt. In der Innenwand des Elektromagneten befinden sich Sende- und Empfangsantennen. Um störende Einflüsse "fremder" Radiowellen auf die Untersuchung zu unterbinden, ist der Magnet durch einen Faradayschen Käfig abgeschirmt, der unsichtbar in die Wand des Untersuchungsraums integriert ist.
Patienten mit Herzschrittmachern, implantierten automatischen Defibrillatoren oder Medikamentenpumpen, bestimmten Metallimplantaten und manchen metallischen Gefäßclips dürfen keiner kernspintomographischen Untersuchung unterzogen werden. Künstliche Herzklappen sind im Allgemeinen kein Hinderungsgrund für die Kernspintomographie.
Bei Metallsplittern im Körper durch Unfälle oder Kriegseinwirkungen muss vor einer Kernspintomographie durch Röntgenaufnahmen oder Durchleuchtung geklärt werden, welche Größe und Form diese Metallsplitter haben und ob sie sich ausreichend weit weg vom Nervensystem, den Augen oder wichtigen Blutgefäßen befinden.
In unserer Praxis kommt ein hochmodernes 3 Tesla Magnetresonanztomographie-Gerät zur Anwendung.
Wir setzen damit neue Maßstäbe im Bereich der Hochfeld-MRT. Die technologische Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass sich nunmehr MRT- Systeme mit einer Feldstärke von 3 Tesla in der Routine einer Praxis einsetzen lassen. Bisher sind Systeme mit 1,5 Tesla die Regel. Die Hauptvorteile der doppelten Feldstärke liegen in einer noch besseren Auflösung und schnelleren Untersuchungszeiten.
Die Untersuchungsmöglichkeiten haben sich mit neuartigen Software– und Hardwarekomponenten weiter gesteigert.
Mit der Inbetriebnahme des MR-Systems Signa HDx 3.0 T von GE Healthcare steht Ihnen jetzt diese modernste Technologie der strahlungsfreien Bildgebung in unserer Praxis zur Verfügung.
Neurologie:
Die 3 Tesla Technologie zeigt ihre besondere Stärke für alle Bereiche der neurologischen Bildgebung.
Aufnahmen des Gehirns und der gesamten Wirbelsäule sind durch neuartige Spulen ohne Umlagerung des Patienten möglich. Ultraschnelle Computer lassen eine funktionelle Bildgebung in Echtzeit zu. Dabei können bestimmte Hirnareale durch visuelle oder akustische Stimulation angeregt werden.
Neuartige Sequenzen und verstärkte Rechenleistung verkürzen die Untersuchungszeit für den Patienten signifikant.
Mit der sogenannten PROPELLER-Technologie können wir zukünftig trotz starker Patientenbewegung während der Untersuchung gestochen scharfe Aufnahmen erzeugen. Dies vermindert Wiederholungsaufnahmen und spart allen unseren Patienten unnötige Wartezeiten.
Orthopädie:
Spezielle Spulen für Schulter, Knie und Handgelenk sorgen für eine hohe Auflösung, die kleinere Strukturen besser darstellt und somit die diagnostische Auswertung verbessert.
Die besonders gute Homogenität des Systems erlaubt eine problemlose Darstellung des Schultergelenkes auch außerhalb des Isozentrums des Magnetfeldes.
Abdomen:
Die Abdomenbildgebung ist aufgrund der komplexen Anatomie eine anspruchsvolle Untersuchung auf 3 Tesla Systemen.
Auch hier hat die moderne Technologie einen großen Schritt vollzogen.
Mit Hilfe von 3D Sequenzen und integrierter optimaler Fettsättigung (LAVA) lassen sich z.B. alle Bauchorgane innerhalb von nur einem Atemstop von 23 Sekunden aufnehmen.
Dies bedeutet einen erheblichen Komfort im Vergleich zu herkömmlichen Untersuchungen, besonders bei älteren Patienten, die häufig Schwierigkeiten haben, die Luft anzuhalten.
Angiographie:
Die moderne MRT-Angio ist in der Lage, die herkömmliche röntgengestützte DSA zu ersetzen. Auch hier zeigt sich die Stärke von 3 Tesla.
Die kurzen Untersuchungszeiten und die hohe Auflösung ermöglichen die exzellente Darstellung selbst kleiner Blutgefäße unter 1 mm Durchmesser.
Dynamische Sequenzen (TRICKS) erlauben die überlagerungsfreie und sequenzielle Darstellung von arterieller und venöser Strombahn.
Mamma-MRT:
Die Mamma-MRT entwickelt sich weiter zu einer hervorragenden Methode, kleinste Veränderungen im Brustgewebe frühzeitig und mit hoher Genauigkeit bestimmen zu können.
Auch hier helfen uns neue Soft- und Hardware-Komponenten, die Untersuchung für die Frauen angenehmerund kürzer gestalten zu können.
Hinzu kommt die einzigartige Methode der Mamma-Spektroskopie (BREASE) des verdächtigen Gewebes vornehmen zu können, was in einigen Fällen die Biopsie vermeiden hilft. |