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Stereotaktische Mammabiopsie
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Diese Art der Gewebeentnahme kommt immer dann zum Einsatz, wenn ein verdächtiger Bezirk nur auf den Mammographieaufnahmen sichtbar, er jedoch nicht zu tasten oder im Ultraschallbild (Mammasonographie) darstellbar ist. In der Regel handelt es sich um sogenannten Mikrokalk.

Die stereotaktische Mammabiopsie ist eine röntgengesteuerte Biopsie, bei der die Frau mit dem Bauch auf einem speziellen Untersuchungstisch (Fischertisch) liegt. Die Brust hängt in einer dafür vorgesehenen Tischöffnung. Der Arzt ermittelt dann mit digitalen Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Richtungen (Stereotaxie) die exakte Lage der Gewebeveränderung.

Nach lokaler Betäubung und einem 4-5 mm kleinen Schnitt in die Haut wird die Biopsienadel computergesteuert ganz gezielt zu der berechneten Stelle in die Brust eingeführt. Über ein Vakuum wird das Gewebe angesaugt und mit einem rotierenden Messer abgeschnitten. Durch das Zurückziehen des Messers wird das Gewebe in eine spezielle Nadelöffnung transportiert. Dort kann es problemlos mit einer Pinzette entnommen werden.

In der Regel werden mehrere Gewebezylinder aus der verdächtigen Stelle entnommen. Der Eingriff dauert nur etwa 30-45 Minuten und wird von den meisten Frauen als nicht schmerzhaft empfunden.

Das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung liegt in aller Regel nach 1 – 3 Tagen vor.
 
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