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Patienteninformation zur Knochenszintigraphie
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Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,
 
Sie sind von Ihrem überweisenden Arzt zu einer Knochenszintigraphie zu uns überwiesen worden. Hierbei handelt es sich um ein Sie nicht belastendes, harmloses Untersuchungsverfahren, um krankhafte Knochenveränderungen bildlich erkennen zu können.
 
Vorbereitungen:
 
keine
 
Untersuchungsablauf:
 
Für diese Untersuchung wird Ihnen zu Beginn eine kleine Menge einer kurzlebigen radioaktiven Substanz in eine Vene injiziert. Diese Substanz gelangt dann über die Blutbahn in sämtliche Knochen des Körpers und wird dort in die Knochensubstanz eingelagert. Nach ca. 2 bis 4 Stunden ist nahezu die gesamte gespritzte Substanz im Knochen. Zu diesem Zeitpunkt werden mit einer hochauflösenden Gammakamera Aufnahmen von Ihrem Körper angefertigt. Die Gammakamera misst die örtliche Verteilung der gespritzten Substanz in Ihrem Körper bzw. in Ihren Knochen. Diese wird dann computergestützt weiterberechnet und auf speziellen Filmen dokumentiert.
 
Die Substanz lagert sich umso mehr in den Knochen ein, je stärker der Knochenstoffwechsel und die Durchblutung des Knochens sind. Da nun die häufigsten krankhaften Knochenveränderungen mit einer Steigerung des Knochenstoffwechsels und der Durchblutung einhergehen, kann der Arzt an der Verteilung der Substanz in Ihren Knochen erkennen, ob eine krankhafte Knochenveränderung vorliegt. Das Untersuchungsverfahren eignet sich besonders gut zur Erkennung von Knochenentzündungen, Brüchen, Knochentumoren oder Knochenmetastasen. Ein Knochenverschleiß kann durch dieses Verfahren meistens nicht erkannt werden.
 
Da die gespritzte Substanz auch über die Nieren ausgeschieden wird, werden Sie vor der Aufnahme mit der Gammakamera von der Assistentin aufgefordert, zur Toilette zu gehen und die Harnblase zu entleeren, da sonst die Ansammlung der Substanz in der Harnblase fälschlich einen krankhaften Knochenprozess im Bereich des Beckens vortäuschen könnte.
 
Es können prinzipiell Aufnahmen vom ganzen Skelett oder auch entsprechend der klinischen Fragestellung nur Aufnahmen von einzelnen Teilen des Skeletts angefertigt werden.
 
Weiteres Vorgehen:
 
Nach Anfertigung der Aufnahmen müssen die im Computer gespeicherten Bilder erst noch auf einen Film belichtet werden und anschließend müssen die Filme noch entwickelt werden. Dies kann einige Zeit dauern. Auch ist ggf. noch eine ärztliche Auswertung der Aufnahmen am Computer erforderlich. Es ist deshalb in vielen Fällen nicht möglich, das Ergebnis direkt nach der Untersuchung zu erfahren. Bitte haben Sie hierfür Verständnis. Sagen Ihnen die Assistentin oder der Arzt, dass die Untersuchung beendet ist und Sie nach Hause gehen können, können Sie die Praxis verlassen. Der Arzt, der Sie zu uns überwiesen hat, bekommt in 2 bis 3 Arbeitstagen einen ausführlichen schriftlichen Befund und wird Ihnen diesen dann mitteilen.
 
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